Innovationskongress Oberstufe 2026:

Kollaps oder Kurswechsel? Schule im Stresstest

Freitag, 18. bis Samstag, 19. September in Berlin

Mit mehr als 300 Teilnehmenden war der Innovationskongress Oberstufe 2024 schon mehr als zwei Monate vor Beginn restlos ausverkauft.
Nun haben wir Platz für 450 Teilnehmende geschaffen und laden herzlich ein zum Innovationskongress 2026.

Die Anmeldung zum Kongress ist ab Mitte März 2026 möglich.

Unser Programm

Freitag 18. September 2026

10:00-12:45 Uhr Plenum in der Parochialkirche, Klosterstraße 67, 10179 Berlin

14:00-18:00 Praxisimpulse an der Evangelischen Schule Berlin-Zentrum, Wallstr. 32 (ESBZ)

18:00-20:00 Abend der Begegnung an der ESBZ

Samstag 19. September

9:00- 10:00 Plenum Innovationsimpulse in der Parochialkirche

10:20 Uhr – 13:15 Uhr Impulse, Beratschlagung, Transfer und Abschlusspodium an der ESBZ

Freitag, 18.09. 10 Uhr Parochialkirche


Prof. Dr. Doris Wessels, Kiel

Co-Teaching mit KI: Kurswechsel im Klassenzimmer“


Prof. Dr. Ferdinand Stebner

Auf dem Weg zum selbstgesteuerten Lernen in der Oberstufe

Wie könnte eine zukunftsfähige Lernkultur konkret aussehen?


Reflexion und Einordnung mit Prof. Dr. Anne Sliwka, Heidelberg

12:45 Uhr Mittagspause
Spaziergang zur Evangelischen Schule Berlin Zentrum
Zeit zum Mittagsimbiss (unterwegs selbst organisiert)

Freitag, 18.09. 14 Uhr Evangelische Schule Berlin-Zentrum


14:15 Uhr Praxisimpulse 1


15:45 Uhr Kaffeepause – Zeit zur Begegnung


16:30 Uhr Praxisimpulse 2


 18:00-20:00 Abend der Begegnung an der ESBZ

Bei einem Glas Wein und Gebäck mit Hintergrundmusik sich zwanglos begegnen und ins Gespräch kommen

Samstag, 19.09. 9 Uhr Parochialkirche


Prof. Dr. Sebastian Kurtenbach:

Kindheit und Jugend in der alternden Gesellschaft.

Probleme und Möglichkeiten für Schulen

Samstag, 19.09. 10:15 Uhr Evangelische Schule Berlin-Zentrum

Beratschlagung und Transferarbeit

Wie setzen wir unsere Ideen, Inspiration und Erkenntnisse ins Handeln um? Was braucht es noch, was folgt als Nächstes? In Kleingruppen und offenen Foren werden  Fragen geklärt und nächste Schritte geplant.


Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt, Foto: Matthias Sasse.

Bildungsminister Jan Riedel, Sachsen-Anhalt

Prof. Dr. Anne Sliwka, Heidelberg

12:30 Uhr Abschluss mit Podium mit Vertreter*innen der Bildungspolitik

Innovationsimpulse für Schule und Bildungsverwaltung: Im Gespräch: Jan Riedel (Bildungsminister von Sachsen-Anhalt) Prof. Dr. Anne Sliwka und weitere Vertreter*innen aus der Bildungspolitik


13:15 Uhr Ende


Praxisimpulse – erste Phase

Friedemann Stöffler, Vorsitzender Initiative Flexible Oberstufe, Autor von “Die Agile Schule”

Die Schule verändert sich, aber offenbar fehlen die entsprechenden Strukturen, um hier proaktiv Schule und Oberstufe zukunftsfähig zu gestalten.
Wie kann es gelingen, hier alle Interessierten in Prozesse einzubinden und Schule so zu verändern, dass Weiterentwicklung der Normalfall und kein Störfall ist?
Welche Strukturen sind notwendig, um die notwendigen Veränderungsprozesse proaktiv zu gestalten? 

Sven Meth, Evangelische Schule Berlin-Zentrum

Schüler*innen, Eltern und Lehrer*innen stellen das Projekt Alle-ins-Ausland (AiA) vor, mit dem an der Evangelischen Schule Berlin Zentrum seit vielen Jahren alle Schüler*innen des Jahrgangs 11 zwischen den Oster- und Sommerferien etwa drei Monate im Ausland verbringen und sich dort bei einem Projekt (sozial-diakonisch, ökologisch, künstlerisch, …) engagieren. Es wird über die Vorbereitungen, die Begleitung, das Auswerten dieser Erfahrungen sowie aufkommende Probleme und deren Bewältigung gesprochen.

Martin Grieben (Fachbereichsleitung I); Christoph Roggon (Stufenleitung 8-10) Carl-von-Weinberg-Schule, Frankfurt

Mehr Verantwortung für Lernende? Dann müssen wir Schule neu organisieren.

Wenn wir Autonomie ernst nehmen, muss sich der Schulalltag ändern. An der Carl-von-Weinberg-Schule in Frankfurt haben wir selbstgesteuertes Lernen konsequent im Stundenplan verankert: mit Selbstlernfenstern, klaren Strukturen und dem Dalton-Leitgedanken „Freiheit in Gebundenheit“.

Wir geben Einblicke in unsere Erfahrungen aus der Praxis:

  • Wie viel Steuerung braucht Selbststeuerung?
  • Wie verändert sich Unterricht durch mehr Autonomie der Lernenden?
  • Wie verändert sich Stundenplanung, wenn sie individualisierte Lernzeiten ermöglichen soll?
  • Jahrgangsübergreifend oder jahrgangsintern?
  • Offene Lernräume oder feste Klassenstrukturen?

Ein Werkstattbericht über Chancen, Stolpersteine und konkrete Organisationsmodelle. Für Schulen, die Lernmotivation stärken und tragfähige Strukturen entwickeln wollen.

Julia Börger (Abteilungsleitung Oberstufe), Rike Waltsgott (Schulentwicklung in der Sek II) – Gesamtschule Münster Mitte

Die Besondere Lernleistung als fünftes Abiturfach eröffnet Schüler:innen einen besonderen Lernraum: Sie arbeiten über einen längeren Zeitraum selbstständig und interessengeleitet an einer eigenen Fragestellung, lösen sich von der engen Taktung und den Vorgaben des Lehrplans und wenden Fachmethoden realitätsnah an.
Ob Quellenarbeit im Archiv, experimentelles Arbeiten im Labor oder empirische Untersuchungen im gesellschaftswissenschaftlichen Feld – die BLL ermöglicht Einblicke in das authentische Arbeitsfeld eines Faches und fördert wissenschaftspropädeutisches Arbeiten, Problemlösekompetenz und Durchhaltevermögen.
Der Impuls zeigt, wie die Besondere Lernleistung gezielt als Instrument zur Individualisierung der Oberstufe und zur Modernisierung des Abiturs genutzt werden kann, welche strukturellen Voraussetzungen sie benötigt und wie sie Schüler*innen echte Lern- und Bildungsbiografien eröffnen kann.

Thomas Wegner, Nicole Napiwotzki, Claudia Schweizer-Motte, Anette Ahrenkiel, Anke Frings, Phil Krugmann; Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium

Dr. Ramona Lau (Lehrerin); Dr. Michele Geweke (stellv. Schulleiterin)

„Gesundheit und Krankheit sind Teil menschlichen Lebens. Deshalb ist es eine durchgängige Aufgabe bei schulischer Bildung, Beratung und Unterstützung von erkrankten Schülerinnen und Schülern, neben ihren spezifischen Bedürfnissen auch ihre Stärken und Potentiale zu erkennen und weiterzuentwickeln“ – so formuliert es die KMK im Jahr 2025.[1] Und tatsächlich, der Alltag zeigt: Die Ausbildungsbiografie von Schüler:innen ist häufig von Brüchen gekennzeichnet. Besonders die jungen Erwachsenen, die die gymnasiale Oberstufe besuchen, sind neben den schulischen verstärkt auch anderen Herausforderungen ausgesetzt: So sind sie psychisch oder physisch erkrankt oder sie pflegen Angehörige. Manche Herausforderungen haben andere Ursache, etwa bei Schüler:innen, die gleichzeitig Leistungssportler:innen sind, oder Schüler:innen, die bereits Eltern sind. Diese jungen Menschen möchten und sollen ihre regelschulische Ausbildung mit dem Abitur abschließen. Anhand ausgewählter Beispiele wird in diesem Workshop diskutiert, welche Möglichkeiten Schüler:innen mit besonderen Bedürfnissen für die Gestaltung ihrer Schullaufbahn unter den bestehenden bzw. sich aktuell ändernden Rechtsvorschriften eröffnet werden können. Bearbeitet wird zudem, welche Änderungen notwendig sind, um dem Potential dieser Schüler:innen unter Berücksichtigung der individuellen Lernausgangslagen auch institutionell gerecht werden zu können.

[1] https://www.kmk.org/fileadmin/veroeffentlichungen_beschluesse/2025/2025_03_20-Empfehlung-erkrankte-SuS.pdf – Seite 2.

Jan Krug, Abteilungsleiter Unterrichtsentwicklung Bertha-von-Suttner-Schule Mörfelden-Walldorf

Wie kann Individualisierung und selbstgesteuertes Lernen in der gymnasialen Oberstufe unter den Bedingungen von Abiturvorgaben und Zeitdruck gelingen? Der Workshop zeigt, wie formatives Assessment als strukturierendes Prinzip Orientierung schafft – als Kompass, der Lernstände sichtbar macht und Lernprozesse gezielt steuert.
Vorgestellt wird das praxiserprobte schulische Rahmenkonzept bertha InSeLn (Individualisierung und selbstgestaltetes Lernen in der gymnasialen Oberstufe). In diesem Zusammenhang wird InSeLn als Struktur individualisierter Lernwege mit dem bertha-Lernnetz als systematischem Instrument der Lernstandsdiagnostik verbunden.
Im Zentrum steht die konkrete Umsetzung: Es wird demonstriert, wie formative Verfahren mithilfe selbst entwickelter KI-Bots zeitsparend und ohne zusätzlichen Korrekturaufwand in den Unterricht integriert werden können. Die vorgestellte KI-Lösung war Teil einer Bewerbung für den KI-Schulpreis 2026, die mit dem zweiten Platz ausgezeichnet wurde.

Daniela Störzel, Pädagogin & Schulpraktische Beraterin; Schule im Aufbruch gGmbH

Der FREI DAY ist ein vierstündiges Lernformat, in dem sich Kinder und Jugendliche mit ihren eigenen Zukunftsfragen auseinandersetzen und in Teams konkrete Projekte dazu entwickeln, die sie dann in der Schule, Gemeinde oder Stadt umsetzen. Das Lernformat befähigt Schüler*innen dazu, die Herausforderungen unserer Zeit selbst anzupacken und diesen mit Mut, Verantwortungsbewusstsein und Kreativität zu begegnen. So lernen schon Kinder und Jugendliche in der Schule, die Welt zu verändern.​
Im Workshop lernst du das Format kennen und erfährst, wie du es an deiner Schule einführen kannst. Zudem bekommst du die Gelegenheit, Einblicke in die Praxis zu bekommen und deine Fragen dazu zu stellen.

Barbara Stockmeier, Prozessbegleiterin für Schulen in Veränderung; Initiative Neues Lernen

Wir alle kennen unsere täglichen Routinen im Alltag. Was aber, wenn eine größere Entwicklung und Veränderung ansteht, die wir neben dem Alltagsgeschäft voranbringen und zum Erfolg führen möchten?
Barbara Stockmeier, Initiatorin der Neuen Oberstufe an der Ev. Schule Berlin Zentrum (2011-2019) und seit 2019 Schulentwicklungsbegleiterin mit der Initiative Neues Lernen, teilt im Workshop ihre Erkenntnisse und Erfahrungen aus mehr als zwölf Jahren Schulentwicklungsarbeit. Die Teilnehmenden erhalten Impulse für die Gestaltung erfolgreicher Veränderungsprozesse an ihren Schulen und haben auch ausreichend Gelegenheit, mit den anderen Teilnehmenden über ihre Erfahrungen in der eigenen Schulentwicklungsarbeit in den Austausch zu kommen, um von- und miteinander zu lernen.

Steven Mönnighoff (Funktionsstelle Unterrichtsentwicklung); Renya Brockmann (Funktionsstelle Projektunterricht); Julian Sarnes

Wie kann Raum für gemeinsames Unterrichten und professionelle Zusammenarbeit bereitgestellt werden, wenn Lernvoraussetzungen der Schüler:innen stark heterogen sind und schulische Entwicklungsprozesse unter hohen Belastungen stehen?
Der Praxisimpuls gibt Einblick in die Entwicklung und Umsetzung der Pulsare an einer KESS-2-Schule in Hamburg – projektorientierte Lernformate in den höheren Jahrgängen, die nicht als isolierte Maßnahme, sondern bewusst als Anlass und Struktur für gemeinsame Unterrichtsentwicklung konzipiert wurden.

Ausgehend von der besonderen Schülerschaft und den schulischen Rahmenbedingungen wird gezeigt, wie Pulsare genutzt wurden, um kollegiale Planung, Reflexion und Verständigung über lernwirksamen Unterricht systematisch zu ermöglichen. Im Zentrum stehen dabei Tiefenstrukturen des Unterrichts, das Spannungsfeld von klarer Rahmung und pädagogischer Freiheit sowie konkrete Planungs- und Reflexionsinstrumente, die im Kollegium entwickelt und in schulinternen Fortbildungen erprobt wurden.

Der Impuls verbindet eine kurze Einordnung, ein konkretes Praxisbeispiel und Raum für Austausch, Materialsichtung und Transferimpulse für Schulen, die unter ähnlichen Bedingungen gemeinsame Unterrichtsentwicklung initiieren möchten.

Maurice Rosenhammer, Pädagogische Leitung Unterrichtsentwicklung, Bertha-von-Suttner-Schule Mörfelden-Walldorf

Kommunikation, kritisches Denken, Kreativität und Kooperation mit, über und durch KI – die Zukunftskompetenzen, die Schülerinnen und Schüler für eine digitale Arbeitswelt benötigen, lassen sich kaum durch klassische Prüfungsformate erfassen. Schule steht damit vor einer dringlichen Transformationsaufgabe: Prüfungsformate müssen grundlegend neu gedacht werden, um diesen Kompetenzen gerecht zu werden. Der Einsatz von KI verschärft diesen Druck – und eröffnet zugleich neue Möglichkeiten. Dieser Workshop umreißt den bildungspolitischen Rahmen einer zeitgemäßen Prüfungskultur und zeigt anhand von konkreten Prüfungsalternativen, wie KI sinnvoll in Leistungsnachweise integriert werden kann. In einer kreativen Phase entwickeln die Teilnehmenden gemeinsam erste Ideen für KI-integrierte Formate und tauschen sich über Chancen und Risiken solcher Formate aus. Der Workshop verbindet somit Impulsvortrag und kollaborative Ideenentwicklung – für alle, die Prüfungen jenseits der Klassenarbeit neu denken wollen.

 

Thomas Nárosy BEd MBA MAS, Bildungsinnovations-Berater; tn-bildungsinnovation e.U. Wien; in Zusammenarbeit mit: Evangelisches Schulwerk – Verband evangelischer Schulen in Baden-Württemberg e.V.

Der KI-Hype, ausgelöst durch ChatGPT als „Ikone“ der Möglichkeiten generativer KI, ist zwar – gefühlt – am Abflauen; die Auswirkungen auf Gesellschaft und Bildung beginnen sich aber mehr und mehr zu zeigen und die Herausforderungen, die das an Schulleitung und Schulentwicklung stellt, sind drastisch.

Um Leitungsverantwortlichen hier Orientierung geben und Vorschläge für Handlungsprioritäten machen zu können, hat das Evangelische Schulwerk Baden-Württemberg in einem längerfristigen, diskursiven Prozess das Whitepaper KI? LERNKULTUR! entwickelt und – seit dem Erscheinen im März 2025 – bislang halbjährlich aktualisiert. In diesem Workshop werden die im Whitepaper entwickelten Eckpfeiler eines ethisch verantworteten KI-Einsatzes in der Schule vorgestellt, diskutiert und mit den Erfahrungen bzw. anderweitig gefundenen Lösungen und Richtlinien in Beziehung gesetzt: als konkrete Hilfe zur Entwicklung und Profilierung der KI-Richtlinien und -Policy am jeweils eigenen Schulstandort.

Keno Schulz – kommissarischer Schulleiter der Gesamtschule Windeck

„Lernassistenten durch KI – Individualisierung neu gedacht.“

In einer Zeit, in der Lernwege vielfältiger und Lernbiografien individueller werden, eröffnen KI-gestützte Lerncoaches neue Dimensionen professioneller Förderung. Sie analysieren nicht nur Ergebnisse – sie verstehen Lernprozesse.
Ob formative Rückmeldungen, adaptive Impulse oder metakognitive Anregungen: Ein selbst gestalteter KI-Bot reagiert auf individuelle Lernstrategien, erkennt Lernhürden und unterstützt uns dabei, Lernumgebungen zu gestalten, in denen Deeper Learning wirklich gestützt werden kann – und das vor dem Hintergrund unserer eigenen Überlegungen.

Was diese BOTs besonders macht:
Sie agieren pädagogisch intelligent: Feedback ist nicht bloß automatisiert, sondern lernförderlich begründet und wir können diese selbst gestalten – ohne programmieren zu können.

Individuell fokussiert: Ein KI-Coach begleitet Lernende auf Basis echter Kompetenzentwicklung – nicht nur nach Punkten.

Reflexiv eingebettet: Er unterstützt dialogische Lernprozesse und stärkt Selbststeuerung sowie kritisches Denken.

Didaktisch anschlussfähig: Entwickelt zur Ergänzung bewährter Konzepte der individuellen Förderung – nicht als Ersatz.

Der Workshop zeigt, wie pädagogische Professionalität und KI-Technologie sich wechselseitig beflügeln.
Wir lernen, wie digitale Unterstützung zu echtem Verständnis führt – und wie KI uns als Lehrkräfte unterstützt, das Potenzial aller Lernenden sichtbar zu machen.
→ Wir lernen KI für uns nutzbar zu machen, das Lernen individuell zu vertiefen.

Anna-Lilja Edelstein, Mitglied der Geschäftsleitung Stiftung Lernen durch Engagement 

Lernen durch Engagement verbindet fachliches Lernen im Unterricht mit gesellschaftlichem Handeln: Schüler*innen setzen sich im Fachunterricht mit sozialen, ökologischen, politischen oder kulturellen Fragestellungen auseinander, erschließen fachliche Zusammenhänge und entwickeln auf dieser Grundlage eigene Lösungsideen für Herausforderungen in ihrem Umfeld.

Im Zentrum steht eine Lernkultur, die Fachlichkeit, Anwendung und Reflexion systematisch verbindet. Lernen wird als vertiefter Auseinandersetzungsprozess verstanden, der begründetes Urteilen, Transfer und Austausch einschließt. Gesellschaftliches Handeln ist dabei Teil des fachlichen Lernens und wird im Unterricht gemeinsam reflektiert.

Zugleich eröffnet LdE demokratische Lernräume: Zusammenarbeit, Perspektivwechsel und gemeinsame Entscheidungen prägen den Lernprozess.

Der Workshop lädt dazu ein, Lernen durch Engagement als strukturellen Baustein einer zukunftsfähigen Oberstufe zu diskutieren und danach zu fragen, welche Lernkultur Oberstufe heute braucht, um fachlich anspruchsvoll, gesellschaftlich relevant und demokratisch wirksam zu sein.

Aurika Wolf, Oberstufenkoordinatorin und Schulleiterin Frau Anica Petrovic-Wriedt Sport- und Kreativitätsgesamtschule des LDVC Nauen (Leonardo Da Vinci Campus)

Schulische Leistungsüberprüfungen markieren häufig einen Endpunkt: Eine Leistung wird bewertet, eingeordnet und anschließend folgt der nächste Unterrichtsinhalt – unabhängig davon, ob grundlegende Kompetenzen bereits gesichert sind. Lernschwierigkeiten setzen sich dadurch oft fort, während Motivation und Selbstwirksamkeit der Schülerinnen und Schüler sinken.
Der Workshop stellt einen alternativen Ansatz vor, der Scheitern nicht als Misserfolg, sondern als Teil eines Lernprozesses versteht. Ziel ist es, Lernleistungen als Entwicklung zu begreifen und durch strukturierte Wiederholungsmöglichkeiten echte Kompetenzzuwächse zu ermöglichen.
Im Mittelpunkt stehen Fragen wie:
– Wie können Leistungsnachweise so gestaltet werden, dass sie Lernen fördern statt nur bewerten?
– Welche Formen von Wiederholungen sind pädagogisch sinnvoll und organisatorisch umsetzbar?
– Wie können Schülerinnen und Schüler Verantwortung für ihren Lernprozess übernehmen, etwa durch selbst gewählte Wiederholungszeitpunkte?
– Wie lassen sich nachhaltige Lernerfolge erzielen, wenn Verständnislücken gezielt aufgearbeitet werden?

Lassen Sie uns diskutieren, wie klare Anforderungen, Transparenz und Verbindlichkeit erhalten bleiben und gleichzeitig Motivation, Selbstorganisation und Kompetenzentwicklung gestärkt werden können.

Der Workshop richtet sich an Lehrkräfte der Sekundarstufe II, die Leistungsbewertung stärker lernförderlich gestalten und langfristige Lernprozesse in den Mittelpunkt rücken möchten.

Dr. Thimo Zirpel, Digitalisierungsbeauftragter, Gesamtschule Gescher u. Ensa Haxhiagi Referentin für digitale Schulentwicklung  lernlog gGmbH Bonn

Nicht mehr an der Tafel, sondern mitten im Lernprozess: Lehrkräfte stehen heute vor der Herausforderung, Lernräume zu öffnen, statt Inhalte zu vermitteln. Sie begleiten, strukturieren, inspirieren – und wachsen selbst mit der Transformation des Lernens.

In dieser Transformation werden Lehrkräfte zu Ermöglicher*innen individueller Bildungswege – sie schaffen Räume für Selbstreflexion, fördern Eigenverantwortung und begleiten Schüler*innen bei der Entwicklung zentraler Zukunftskompetenzen.

Mit lernlog steht ihnen ein digitales Werkzeug zur Seite, das diesen Rollenwandel konkret unterstützt: Lehrkräfte erhalten Einblicke in individuelle Lernverläufe, können gezielt Impulse setzen und die Selbststeuerung der Lernenden stärken.

Wir zeigen an einem Praxisbeispiel, wie lernlog nicht nur die Lernenden aktiviert, sondern auch die professionelle Haltung und das Selbstverständnis von Lehrkräften verändert – hin zu einer neuen Kultur der Lernbegleitung.

Vivian Breucker, Direktorin der Offenen Schule Köln (OSK) innovationlab

Level Up Democracy – Soziokratie in der Schule

In diesem interaktiven Workshop erkunden wir die Prinzipien der Soziokratie und deren Anwendung im schulischen Kontext. Ziel ist es, demokratische Strukturen und Entscheidungsfindungsprozesse zu stärken und die Mitbestimmung von Schüler:innen, Lehrkräften und Eltern zu fördern.
Inhalte des Workshops können sein, je nach Bedarf und Zeit:

Einführung in die Soziokratie:

  • Grundprinzipien und Werte
  • Unterschiede zu traditionellen hierarchischen Systemen

Praktische Anwendung in Schulen:

  • Möglichkeiten zur Implementierung soziokratischer Prozesse
  • Fallbeispiele erfolgreicher Schulen und deren Erfahrungen

Interaktive Übungen:

  • Rollenspiele und Gruppenarbeiten zur Erprobung soziokratischer Entscheidungsfindungen
    Reflexion über die eigene Schul- oder Klassensituation

Ziele und Nutzen:

  • Stärkung der Partizipation
  • Förderung einer offenen und respektvollen Kommunikationskultur
  • Entwicklung von Kompetenzen für das demokratische vielfältig Miteinander

Zielgruppe:

Der Workshop richtet sich an Lehrkräfte, Schulleitungen, Bildungsexpert:innen und alle Interessierten, die innovative Ansätze zur Förderung der Demokratie in Schulen kennenlernen möchten.

Lassen Sie uns gemeinsam die Schule von morgen gestalten und demokratische Teilhabe auf allen Ebenen stärken!

Dr. Uli Marienfeld, Lehrer ESBZ

Es werden Ideen skizziert und vorgestellt, wie schulischer Alltag so gestaltet werden kann, dass Räume eröffnet werden, in dem sich das Potenzial von Schüler*innen entfalten kann. Es geht um alternative Lernprodukte wie Klausurersatzleistungen, aber auch darum wie Rahmenbedingungen entstehen können, die Offenheit begünstigen.

Dr. Esther Panteleit, Strukturelementbeauftragte, St. Jakobus-Gymnasium Abtsgmünd

Die anderthalb Jahre vor der Abiturprüfung stehen meist unter dem Fokus, Notenpunkte in den einzelnen Fächern zu sammeln. Wir bieten den Schülerinnen und Schülern an, genau dann den eigenen Blick zu weiten, an einer selbst gewählten moralischen Fragestellung vertieft zu arbeiten und in einer ethischen Analyse die eigenen Werte zu klären – und sich auf diese Weise vorzubereiten, das eigene Fachwissen später verantwortungsvoll in Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft einzusetzen.

Der Praxisimpuls stellt das einjährige Strukturelement “Philosophisch-Theologisches Forum” der Marchtaler Plan-Schulen vor und zeigt, wie die modularisierte Organisation Räume schafft, mit Lehrercoaching und Schüler-Feedback, in gebundener und selbständiger Arbeitsweise, mit und trotz KI möglichst vielen Schülerinnen und Schülern einen Zugang zu wissenschaftlichem Arbeiten zu ermöglichen – und das Ganze als Abiturprüfung anrechnen zu können.

Anja Bensinger-Stolze, Vorstandsmitglied GEW

In einem breit angelegten Prozess ist es der GEW gelungen, die alten Grundsatzpositionen von 2001 weiterzuentwickeln und zugleich Tradition und Kontinuität zu wahren. Hierzu gehören zum Beispiel Überzeugungen und Werte wie Chancengleichheit, Gerechtigkeit, Demokratisierung sowie das längere gemeinsame Lernen in einer Schule für alle. Andererseits wollten wir die Veränderungen in Gesellschaft, Schulpolitik, Bildungsforschung und Pädagogik gemeinsam einordnen, und deren Bedeutung für das Lehren und Lernen an Schulen beraten und unsere Positionen entsprechend aktualisieren. Orientierende Leitidee bleibt weiterhin „Eine Schule für alle“. Aus den Schulpolitischen Positionen  erwachsen zwei aktuelle und doch langfristige Projekte, die wir in dem Workshop kurz vorstellen werden: „Meilensteine auf dem Weg zu einer Schule des längeren gemeinsamen Lernens – Eine Schule für alle“ sowie „Zeit für Demokratie“.

Tobias Milde (Ganztagskoordinator), Julia Neisens (Mittelstufenkoordination, Schulentwicklung), Luisa Wiens (Schulentwicklung Oberstufe), Karin Büker (Schulentwicklung Oberstufe) Einstein-Gymnasium Rheda-Wiedenbrück

Die Arbeitsgruppe des Einstein Gymnasiums lädt zu einem offenen Praxisimpuls ein. Wir verstehen uns selbst als Schule mitten in einem Entwicklungsprozess, der von Erprobung, Anpassung, Reflexion – und auch von offenen Fragen – geprägt ist.

Unser Anliegen ist es, unseren aktuellen Stand auf dem Weg zu mehr selbstreguliertem Lernen in der Oberstufe transparent zu machen, Erfahrungen zu teilen und gemeinsam mit anderen Schulen ins Gespräch zu kommen. Dabei stellen wir die konkreten Materialien, Strukturen und Abläufe vor, die sich bei uns bereits bewährt haben, ebenso wie die Punkte, an denen wir weiterarbeiten.

Worum es uns im Workshop geht

Der Workshop richtet sich an alle, die sich mit der Frage beschäftigen, wie mehr Eigenverantwortung und Individualisierung in der Oberstufe ermöglicht werden können, ohne Verlässlichkeit und Vergleichbarkeit aufzugeben.

Einblicke in unsere bisherige Praxis

  • Differenzierte Lernpläne in der Jahrgangsstufe EF
    In allen Fächern der EF haben wir Lernpläne erarbeitet. Der Einsatz im Regelunterricht ist dabei bewusst unterschiedlich gestaltet und wird fortlaufend weiterentwickelt.
  • Evaluation und Zielvereinbarungen als Lernbegleitung
    Zu Beginn des Schuljahres nutzen wir Evaluationsbögen zur Selbsteinschätzung der SuS. Auf dieser Grundlage werden individuelle Zielvereinbarungen getroffen, die zum Halbjahr überprüft und am Jahresende reflektiert werden. Diese Instrumente verstehen wir als lernende Systeme, die wir kontinuierlich anpassen.
  • Parallele Klausuren in der EF
    Parallele Klausuren dienen uns der Transparenz und Vergleichbarkeit von Leistungsanforderungen. Auch hier befinden wir uns im Prozess, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Standardisierung und alternativen Prüfungsformaten zu finden.
  • Graduierungssystem für Rechte und Pflichten
    In der Sekundarstufe I haben wir ein Graduierungssystem eingeführt, das SuS unterschiedliche Rechte und Pflichten überträgt, abhängig von ihrer Selbstständigkeit und Verlässlichkeit. Die perspektivische Ausweitung auf die Oberstufe ist Teil unserer aktuellen Entwicklungsarbeit.

Austausch statt Patentrezepte

Im Workshop stellen wir konkrete Materialien, erprobte Abläufe und reflektierte Erfahrungen vor – mit dem Ziel, diese mit anderen Schulen zu teilen, gemeinsam weiterzudenken und voneinander zu lernen. Wir freuen uns ausdrücklich über Rückmeldungen, Fragen und alternative Perspektiven aus anderen schulischen Kontexten.

Juliane Rau, Referentin für Pädagogik und Lehrkräftefortbildung; beWirken

  • beWirken: Die beWirken gGmbH hat sich als Mission »Gemeinsam Schule verändern« gesetzt. Um den Herausforderungen unserer modernen Gesellschaft gerecht zu werden, braucht es einen Lernkulturwandel. Diesen begleitet und gestaltet beWirken mit vielfältiger Expertise und neuen Ideen.
  • Jule: Jule ist ausgebildete Lehrerin, hat sechs Jahre lang an einer Berliner ISS die Fächer Politik/Geschichte und Spanisch unterrichtet. Seit zwei Jahren ist sie für beWirken als Expertin für selbstorganisiertes Lernen und Lernbegleitung in ganz Deutschland an Schulen unterwegs, die sich auf den Weg zu einer zukunftsfähigen Lernkultur machen wollen oder bereits gemacht haben. Entsprechend bringt sie ihre Einsichten, Erkenntnisse und Erfahrungen aus der Begleitung von Schulen mit, die den Lernkulturwandel mitgestalten. Jule kennt viele Stellschrauben, Hürden und Erfolgsgeschichten, von denen sie berichten kann.

Du möchtest deine Schüler*innen in ihrer Eigenverantwortung stärken? Du suchst nach Wegen, um auf ihre individuellen Bedürfnisse einzugehen? Du wünschst dir, dass sie Selbstwirksamkeit erfahren und sich Zukunftskompetenzen aneignen? Selbstorganisiertes Lernen macht das möglich. Die Schüler*innen übernehmen dabei mehr Verantwortung für ihre eigenen Lernprozesse. In diesem Praxisimpuls verschafft dir Jule einen Überblick über die Umsetzungsmöglichkeiten von selbstorganisiertem Lernen. Sie gibt dir verschiedene Möglichkeiten an die Hand, wie du einzelne Methoden, Formate und Umsetzungsideen ausprobieren kannst. Du lernst die Skala des selbstorganisierten Lernens kennen und bekommst einen Einblick, wo und wie du Lernprozesse öffnen kannst. Du bekommst außerdem einen Überblick, welche Aspekte mit der Öffnung von Lernsettings verknüpft sind, die im schulischen Alltag mitgedacht werden müssen.

Dr. Kerstin Tschekan; Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein

Wenn in allen Fächern der gleiche Stundenplan für eine ganze Lerngruppe gilt, lässt sich die Unterschiedlichkeit der Schülerinnen und Schüler oft nur begrenzt auffangen. Lernstände, Arbeitsgeschwindigkeiten, Unterstützungsbedarfe und Interessen passen selten in ein einheitliches Raster.

Im Workshop schauen wir darauf, wie Unterricht organisatorisch, planerisch und didaktisch so aufgebaut werden kann, dass individuelle Lernverläufe besser möglich werden, ohne Lehrpläne und verbindliche Rahmenvorgaben aus dem Blick zu verlieren. Dabei werden konkrete Modelle und Bausteine vorgestellt, die individuelle Stundenpläne, Selbstlernzeiten und modulare Unterrichtsstrukturen erlauben. Gemeinsam diskutieren wir Chancen, Grenzen und praktische Umsetzungsschritte für den eigenen Schulalltag.

Praxisimpulse – 2. Phase

Jonas Wolf, Projektkoordinator; Max Lohner, Projektleiter

Für viele Gymnasiasten spielt das Handwerk in der persönlichen Zukunftsplanung und Berufsorientierung keine Rolle. Gleichzeitig fehlen dem Handwerk allerorts Fachkräfte und angehende Führungskräfte.

Um sich diesen Herausforderungen zu stellen, wurden in der Unternehmensgruppe Heinrich Schmid Ausbildungskonzepte entwickelt, um speziell Abiturienten für das Handwerk zu begeistern und ihnen attraktive Perspektiven zu bieten.

In diesem Workshop möchten wir beleuchten, wie diese Programme, in enger Kooperation mit Schulen vor Ort, jungen Menschen ungeahnte Leidenschaften und Berufswege aufzeigen und wie das Zusammenspiel von Gymnasium und Handwerk funktionieren kann.

 

Hilke Lamers, Cornelius Cardinal von Widdern, Anke Paas; Heliosschule Köln

An der Heliosschule lernen Schüler:innen auch in der Oberstufe entlang von Lernumgebungen, die an ihren Kompetenzen im Bereich Selbststeuerung und Selbstorganisation im schulischen Lernen orientiert sind. Die Zuordnung zu Lernumgebungen führt aber auch zu Kategorisierung bzw. Stigmatisierung von Lernenden. Gemeinsam mit den Teilnehmenden wollen wir das Spannungsfeld zwischen externer Zuschreibung und Bewertung einerseits sowie Empowerment und Unterstützung andererseits ausloten.

Jörg Droste, Schulleiter, Einstein-Gymnasium Rheda-Wiedenbrück, Vorstand Initiative Flexible Oberstufe

Dass sich die Oberstufe verändern muss, ist inzwischen kaum mehr infrage gestellt. Die Erfahrungen von Lehrkräften, die berichten, dass etablierte Verfahren nicht mehr ausreichend erfolgreich sind, der äußere Druck durch KI und veränderte Lebenswelten und letztlich anstehende Veränderungen in den Verordnungen der Länder zum Abitur und der Gestaltung der Oberstufe zeigen auf, dass es ein “Weiter so” nicht geben wird. Wie aber kann dies nun in den Kollegien verankert werden? Welche Möglichkeiten gibt es bereits, um veränderte Zugänge zu erproben oder zu nutzen. Dies soll in diesem Workshop aufgezeigt bzw. gemeinsam entwickelt werden.

Julia Königs, Irina Platonova, Sandra Mende; Otto-Nagel-Gymnasium Berlin

Wie können Prüfungen so gestaltet werden, dass sie nicht nur Leistung messen, sondern Lernen vertiefen, Reflexion anregen und nachhaltige Kompetenzen fördern? In unserem Praxisimpuls stellen wir unterschiedliche alternative Prüfungsformate vor, die wir in verschiedenen Fächern an unserer Schule mit dem Ziel erprobt haben, fachliche Tiefe, Eigenverantwortung und Transferfähigkeit stärker in den Mittelpunkt zu rücken.

Den Auftakt bildet ein Projekt aus der Sekundarstufe I, das zeigt, wie Schülerinnen und Schüler schrittweise an selbstständiges, kompetenzorientiertes Arbeiten sowie an neue Formen der Leistungsrückmeldung herangeführt werden können.

Darauf aufbauend präsentieren wir mehrere alternative Prüfungsformate aus der Oberstufe. Anhand konkreter Beispiele aus unterschiedlichen Fächern erläutern wir Konzeption, Durchführung und Bewertungskriterien sowie unsere Erfahrungen hinsichtlich Lernmotivation, fachlicher Durchdringung und Kompetenzentwicklung.

Im Mittelpunkt steht die Frage, inwiefern veränderte Prüfungsformate nicht nur andere Leistungen sichtbar machen, sondern auch Lernprozesse qualitativ verändern können, und welche Chancen und Herausforderungen sich dabei im Kontext eines zukunftsfähigen Abiturs ergeben. Nach dem Praxisimpuls gibt es Raum für Fragen und offenen Austausch.

Dr. Uli Marienfeld, Lehrer, Evangelische Schule Berlin-Zentrum

Es geht in der Schule nicht nur darum, dass Inhalte transportiert und Kompetenzen/Fertigkeiten erworben werden. Vielmehr geht es auch darum, dass sich in einem geschützten Raum Menschen entfalten und einander begegnen können. Schüler*innen nehmen diejenigen, die dort als Lehrer*innen tätig sind, als Menschen wahr und fragen sich, ob diese wirklich zuhören können, echtes Interesse haben und dies zeigen können, unperfekt sein können, sich entschuldigen können … In diesem Workshop wollen wir uns nach einigen Impulsen zu Beginn darüber austauschen, wie das Menschsein in Begegnungen mit den Schüler*innen und im Kollegium gelingen kann.

Ilka Schuchardt, Oberstufenkoordinatorin; Tom Renner Projektverantwortlicherm Elisabeth-Gymnasium Halle

Darstellung der Projektstruktur “ELoGuent”
Good-Practice-Beispiele, wie z. B.:
Forschungswerkstatt zur “Sozialen Ungleichheit”
Podiumsdiskussion mit Kommentar zum “Gesellschaftlichen Zusammenhalt”
Storyboard zum “Klimawandel”

Diskussion
Potenziale des Projekts: z. B. fächerübergreifendes bis projektorientiertes Lehren und Lernen, Beiträge zum Selbstgesteuerten Lernen der Schülerinnen und Schüler
Herausforderungen in der schulischen Praxis

Jan Krug, Abteilungsleiter Unterrichtsentwicklung, Bertha-von-Suttner-Schule Mörfelden-Walldorf

Warum sprechen wir so selten systematisch mit denen, für die wir Unterricht gestalten? Schülerinnen und Schüler sind die zentralen Rezipienten von Unterricht – und doch bleibt ihre Perspektive häufig ungenutzt. Unterrichtsqualität gilt als stärkster schulischer Einflussfaktor auf Lernerfolg, zugleich ist sie im Alltag vieler Schulen ein blinder Fleck: Noten zeigen Ergebnisse, aber kaum etwas über die Qualität von Lernprozessen.
Der Workshop geht der Frage nach, wie Schülerfeedback so gestaltet werden kann, dass es Wirksam ist und ob KI dabei einen substanziellen Beitrag leisten kann. Im Zentrum steht eine KI-gestützte Feedbackarchitektur, die Rückmeldungen von Lernenden strukturiert erfasst, mit der Selbstreflexion der Lehrkraft verbindet und systematisch auswertet.
Dabei geht es nicht um umfangreiche Fragebögen oder zusätzliche Belastung, sondern um wenige evidenzbasierte Kernfragen entlang zentraler Dimensionen guter Unterrichtsqualität. Entscheidend ist, wie Feedback aufbereitet wird: Wird es handlungsleitend? Macht es Muster sichtbar? Unterstützt es Lehrkräfte dabei, konkrete Entwicklungsschritte abzuleiten?
Anhand eines praxiserprobten Ansatzes wird gezeigt, wie KI helfen kann, Rückmeldungen zeitsparend auszuwerten, Diskrepanzen sichtbar zu machen und Feedback in methodisch konkrete Impulse zu übersetzen. Das Seminar verbindet empirische Erkenntnisse mit schulischer Praxis und diskutiert kritisch, ob und unter welchen Bedingungen KI tatsächlich zu einer wirksamen Feedbackkultur beitragen kann.

Michael Hölscher, wissenschaftlicher Mitarbeiter Professur für BWL, insb. Industrielles Management, TU Dresden

Die Projektvorstellung gibt Einblick in das vom BMBFSFJ geförderte Verbundprojekt GO-flexi der TU Dresden und der Universität Bielefeld, das gemeinsam mit sechs Kooperationsschulen aus NRW, Hessen und Sachsen an Fragen der Stundenplanung in einer flexibilisierten Oberstufe arbeitet.

Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass neue pädagogische Konzepte – etwa selbstgesteuertes Lernen, projektorientierte Formate oder Lernbüros – in bestehenden Stundenplanprogrammen nur unzureichend abgebildet werden können. Individuelle Wahlmöglichkeiten, variable Gruppenzusammensetzungen und flexible Zeitstrukturen führen zu einer Planungsdynamik, die mit klassischen Verfahren an Grenzen stößt.

Im Projekt wird untersucht, in welcher Form bestehende Ansätze erweitert werden können, damit neue Lernformate integrierbar werden und die Planung in einer flexiblen Oberstufe sowie die Umsetzung der pädagogischen Konzepte bestmöglich unterstützt wird.

Leoni Braun, Charlotte Nitzold; Gertrud-Koch-Gesamtschule, Troisdorf

Das 5. Abiturfach in NRW, das erstmalig 2029 stattfinden wird, bietet den Schüler*innen der gymnasialen Oberstufe nicht nur die Möglichkeit, sich in einem eigens gewählten Bereich eine Expertise aufzubauen, sondern auch Handlungsfähigkeit im Schulalltag zu erleben und ein passendes Werkstückmodell zu finden.

An der Gertrud-Koch-Gesamtschule haben wir bereits jetzt ein Pilotprojekt „Projektkurse“ etabliert, welches sich an den 17 Zielen der nachhaltigen Entwicklung der UN (SDGs) orientiert. Aus einem ersten Wissensfundament soll sich für jede*n Lernende*n  ein Projekt entwickeln, welches aus einem Teilziel der SDGs erwächst und in einem Werkstück präsentiert wird.

Die Lehrpersonen nehmen im Rahmen der Projektbetreuung die Aufgabe der Prozessbegleitung und (wissenschaftlich)-methodischen Unterstützung wahr und helfen bei der Suche nach außerschulischen Partnern. Hierbei gilt für uns die Leitlinie „So viel Betreuung wie nötig, so wenig Kontrolle wie möglich“.

Die Projektkurse bereichern unser Konzept des selbstständigen Lernens in der Oberstufe „Gemeinsam auf Kurs“, hier kann die Selbstständigkeit der Lernenden auf eine noch viel individuellere Art und Weise Anwendung finden, als es im alltäglichen Fachunterricht möglich ist.

Unser Wunsch ist es, ein angemessenes Setting für den Austausch und die Präsentation aller Ergebnisse der Projektkurse zu gestalten. Dafür planen wir eine Präsentationsparty, welche die Ergebnisse nicht nur für die Schulgemeinde, sondern langfristig auch der Gemeinde zugänglich gemacht werden soll.  Im Praxisimpuls wollen wir unsere ersten Erfahrungen teilen und anschließend in den Ideenaustausch kommen.

Susanne Lämmel, ehem. Schulleiterin, derzeit freiberuflich tätig als Mentorin für Schulleitungen; Bildungswesen-Coaching, Dresden

In diesem interaktiven Workshop erhalten die Teilnehmenden praxisnahe Impulse zur Begleitung von Jugendlichen in der Oberstufe (Kl. 11–13). Mit der Haltung der Gewaltfreien Kommunikation/LilaLiebe®, der yogischen Philosophie, Erfahrungen der Montessori-Pädagogik und alltagstauglicher Meditationspraxis werden konkrete Tools und Reflexionsimpulse vorgestellt, die im schulischen Alltag direkt anwendbar sind. Ziel ist es, Jugendliche in herausfordernden Zeiten wirksam zu stärken und gleichzeitig die eigene pädagogische Haltung zu reflektieren.

Julian Fischer StD, Abteilungsleitung Organisations- und Technologieentwicklung, Bertha-von-Suttner-Schule, Mörfelden-Walldorf

In einer großen, heterogenen Schule mit 2.000 Lernenden erfordert die erfolgreiche Integration Künstlicher Intelligenz mehr als nur die Einführung neuer Tools – sie verlangt konsequentes “AI Leadership”. Der Vortrag beleuchtet das ganzheitliche KI-Konzept der Bertha-von-Suttner-Schule, das technologische Innovation, Datensouveränität und pädagogische Schulentwicklung systematisch verzahnt.

Ausgehend von der strategischen Steuerung und dem Aufbau einer eigenen Open-Source-Infrastruktur (“bertha.cloud”) wird aufgezeigt, wie KI als Motor für Chancengerechtigkeit und organisatorische Entlastung wirkt. Ein zentraler pädagogischer Baustein dieser Vision ist der “KI-Lernkreislauf”: Hierbei entwickeln wir uns vom reaktiven Prompting hin zu Agentic AI. Durch automatisierte Workflows (z. B. via n8n) in Kombination mit unserem Konzept des Selbstgesteuerten Lernens (SegeL) werden formative Assessments ausgewertet und Lernpfade adaptiv gesteuert.

Die Kernvision dieses ganzheitlichen Ansatzes ist es, die Skalierung der Individualisierung und administrative Routineaufgaben an die KI zu übergeben. So entsteht der entscheidende Freiraum für das, was Technologie nicht leisten kann: Die persönliche Beziehungsarbeit und das individuelle Lerncoaching.

Kerninhalte des Vortrags:

  • AI Leadership & Strategie: Ganzheitliche Schulentwicklung und die Steuerung von KI-Implementierung in komplexen Systemen.
  • Datensouveränität als Fundament: Die Rolle von selbst gehosteten Open-Source-Infrastrukturen für eine unabhängige digitale Schule.
  • Der KI-Lernkreislauf (Agentic AI): Workflow-Automatisierung zur Verzahnung von Diagnostik, Feedback und adaptiver Materialausgabe.
  • Pädagogischer Mehrwert: KI als “Enabler” für echte Chancengerechtigkeit und radikale Entlastung zugunsten der Beziehungsarbeit.

Thomas Nárosy BEd MBA MAS, Bildungsinnovations-Berater; tn-bildungsinnovation e.U. Wien; in Zusammenarbeit mit: Evangelisches Schulwerk – Verband evangelischer Schulen in Baden-Württemberg e.V.

Schule dient (immer noch 😉 dem Lernen – mit, über und trotz KI. Wie man sich das konkret vorstellen kann, wird anhand von Fallbeispielen erläutert. Noch wichtiger: Es wird im Workshop darum gehen, wie man eigene, konkrete Fallbeispiele entwickeln und hinsichtlich ihrer Lernförderlichkeit evaluieren und weiterentwickeln kann.

Mirjam Haas; Anne-Katrin Vöhringer, Blaulach-Gymnasium Kusterdingen

Lernen durch Engagement

  • Wie kann ein Projekt lebensnah werden und über die Schule hinausgehen?
  • Wie können Schüler*innen durch Engagement fürs Leben lernen und gleichzeitig Kompetenzen des Bildungsplans vertiefen?
  • Wie können wir Demokratiekompetenzen näherbringen, und wie werden aus Schüler*innen engagierte Erwachsene

Wir stellen im Workshop den Ansatz von „Lernen durch Engagement“ kurz vor und wollen dann vor allem konkrete Praxisbeispiele unterschiedlicher Art in den Blick nehmen, besonders im Format eines Seminarkurses in der Oberstufe, der mit selbstgewähltem Projekt, wissenschaftlicher Arbeit und reflektierter Präsentation in Baden-Württemberg eine mündliche Abiturleistung ersetzt – und in anderen Bundesländern in ähnlichen projektorientierten Kursen umgesetzt werden kann.

Wie finden Schüler:innen ein sinnvolles, in der gegebenen Zeit umsetzbares Projekt? Welche externen Kooperationspartner können sie hinzuziehen? Wie viel Rückmeldung brauchen sie für ihre Reflexion?

Auch kleinere Projekte von 2 bis 5 Doppelstunden in verschiedenen Fächern sollen zur Sprache kommen. Davon ausgehend soll Zeit sein, eigene Projektideen zu spinnen und erste Schritte zu planen – und dabei auch gleich mögliche Planungsmaterialien auszuprobieren, die zusammen mit einem Kurs genutzt werden können.

Sabine Fuchs, Koordination Unterrichtsentwicklung Oberstufe; Katja Potthoff, Abteilungsleitung Oberstufe; Mathilde Anneke; Gesamtschule Münster

Vorstellung des jahrgangsübergreifenden (EF-Q2) Konzeptes der Lernzeiten und das Arbeiten mit Lernplänen, die nach bestimmten Kriterien konzipiert werden. Dabei steht das selbstständige und vor allem das projektartig angelegte Lernen im Vordergrund sowie Möglichkeiten des Feedbacks.

Johannes Baumann, Schulentwickler, Autor: “Schule geht auch besser

Natürlich stehen in Oberstufenkursen die vom Bildungsplan vorgesehenen Inhalte im Vordergrund. Doch sind es neben den Inhalten auch eine ganze Reihe von wichtigen sozialen und (meta-)kognitiven Kompetenzen, die für Schüler*innen im Hinblick auf Beruf und Studium eine wichtige Rolle spielen. Im Workshop soll es darum gehen, einen Kurs nicht nur fachlich-inhaltlich zu konzipieren, sondern auch die Entwicklung von Haltungen und Kompetenzen (Neugier, Eigenverantwortlichkeit, Kooperation, kritisches Denken etc.) mit Sorgfalt einzuplanen und zu fördern.

Norbert Hillebrecht,, Didaktische Koordination (ex), evtl. Schülerinnen; Winterhuder Reformschule (ex) Hamburg

Wir stellen die Arbeit in einem Projektrat von Schülern* vor, der die Einstiegsprojekte an der Winterhuder Reformschule organisiert. Der Projektrat ist ein wichtiger Baustein zur Partizipation von Schülern* in der Gestaltung des Lernens an der WiR. Darüber hinaus entwickeln die teilnehmenden Schüler* eine Besondere Lernleistung aus dem Projektrat heraus, mit der sie ein fünftes Prüfungsfach bestreiten.

Dr. Andreas Stockey, wiss. Mitarbeiter im GATE-Projekt der wissenschaftlichen Einrichtung des Oberstufen-Kollegs; Christian Schweihofen, Lehrer im GATE-Projekt der wissenschaftlichen Einrichtung des Oberstufen-Kollegs

Wir gehen von der Beobachtung aus, dass die Relevanz einer auch praktisch orientierenden Bildung für nachhaltige Entwicklung bisher in dem Maße abnimmt, in dem die Nähe zum Abitur zunimmt. Wir wollen Wege aufzeigen, mit den neuen Prüfungs- und Kursformaten dem Thema BNE einen erfahrungsbasierten und wissenschaftspropädeutischen Weg zum Abitur zu bahnen, der bisher durch fachorientierte Kerncurricula und die Klausurformate verstellt war.

Dabei greifen wir Kerngedanken aus unserem Beitrag: “BNE im Projektunterricht – ernst genommen! Wissenschaftspropädeutik, Bildung für nachhaltige Entwicklung und Demokratiebildung finden zusammen!” im Friedrich Jahresheft “Demokratie” (2026, i.Dr.) auf.

Warum BNE und Demokratiebildung zusammengehören
Wenn unsere Bildungsbemühungen emanzipatorischen Wert für junge Bürger:innen haben sollen, gehören sie auch im schulischen Alltag eng zusammen und sind „zwei Seiten einer Medaille“, d. h., sie sollten als eine gemeinsame, empirisch erprobte Praxis erlebt werden, um Wissenschaft zu lernen und Demokratie zu leben: Wer die Herausforderungen von Klimawandel, Ressourcenknappheit oder Biodiversitätskrise nicht nur verstehen, sondern auch bewältigen will, braucht nicht nur naturwissenschaftliches Wissen, sondern auch die
Fähigkeit, gesellschaftliche Prozesse mitzugestalten. Schüler:innen müssen lernen, wie Daten erhoben und bewertet werden, um aktuell relevantes Wissen zu generieren und zugleich erfahren, wie man auf dieser Grundlage gemeinsam Entscheidungen trifft und in Kooperation mit außerschulischen Partner:innen umsetzt (vgl. Abb. 1). (Auszug aus unserem Beitrag.)

Wenn möglich, möchten wir auch 1 bis 2 KollegiatInnen in die Workshopgestaltung einbinden, die über ihre Erfahrungen berichten: „Du hast die Konfrontation mit dem Problem, aber gleichzeitig wirkst du an der Lösung mit. Das Letztere ist genauso schön, wie das Erstere schrecklich ist.“ (Zitat Bela Steinbrenner in: https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/raus-aus-dem-klassenzimmer)

Dagmar Thoma, Stiftung Kath. Freie Schule  Regine Walter, Initiative flexible Oberstufe

Im Zentrum steht die Idee, in einem vorgegebenen Zeitraum des elften Schuljahres außerhalb der Schule an einem selbstgewählten Ort tätig zu werden.
Die evangelischen und katholischen Schulen, die sich zur Ausarbeitung des Konzepts zusammengefunden haben, verbindet das Ziel, neue Erfahrungen außerhalb der Schule zu ermöglichen und damit Lernfelder für sozial-emotionale und zukunftsorientierte Kompetenzen wie die Ausbildung des Charakters und Citizenship zu schaffen. Den Schülerinnen und Schülern soll die Möglichkeit eröffnet werden, sich in einer authentischen Lernsituation zu engagieren, in einem neuen Kontext zu handeln und Verantwortung zu übernehmen und somit durch das Engagement und die Selbstwirksamkeitserfahrung eigene Werte auszubilden – in einer Weise, wie es die Schule mit einem vorgegebenen Stundenplan und klassischem Unterricht nicht bieten kann. Praktisch und eigenständig tätig zu werden, im Ausland oder Unternehmen Teil anderer kultureller, sozialer und beruflicher Gemeinschaften zu sein, kann die Persönlichkeitsbildung in hohem Maße in den Mittelpunkt stellen. Vorbilder sind das „Transition Year“ in Irland und das Konzept „Alle ins Ausland“ der Evangelischen Schule Berlin Zentrum.

Lisa Heinlein, didaktische Koordination Oberstufe / Max Martens, Konzeptentwicklung, Stadtteilschule Eidelstedt, Hamburg 

Die Stadtteilschule Eidelstedt legt in der Oberstufe Wert auf Partizipation, Reflexion und Projektarbeit – selbstreguliertes Lernen ist dabei unerlässlich. Besonders an unserer Schule mit Sozialindex 2 und vielen Lernenden aus nicht-akademischen Familien stellt sich die Frage, wie die Hinführung zum selbstregulierten Lernen gelingen kann. In diesem Praxisimpuls gehen wir dieser Frage nach und stellen die „Resonanzwoche“ vor, die die Schüler*innen als Einstieg in das selbstregulierte Lernen in Jahrgang 11 durchlaufen. Wir zeigen, wie die Woche aufgebaut ist, welche Reflexionsformate wir einsetzen und wie wir die Lernenden dabei unterstützen, Schritt für Schritt Verantwortung für Motivation, Konzentration und Lernorganisation zu übernehmen. Dabei diskutieren wir entlang unserer Erfahrungen aus der Resonanzwoche, welche Gelingensbedingungen sich in unserem Kontext bewährt haben und welche Elemente sich auf andere Schulen und Lerngruppen übertragen lassen.

Dr. Detlef v. Elsenau, Schulleiter a.D., Teammitglied im Fokusschulprojekt, Regionales Bildungsbüro Dortmund

Die Vernetzung der Schulleitungen spielt im Transformationsprozess unserer Schulen eine zentrale Rolle, um die Herausforderungen einer zukunftsorientierten Schulentwicklung – insbesondere im Hinblick auf moderne Lehr- und Lernsettings sowie neue Prüfungsformate – erfolgreich zu bewältigen.
Es hat sich ein interkommunales Schulleitungsnetzwerk gegründet, in dem sich Schulleitungen aller Schulformen zusammengeschlossen haben. Dieses Netzwerk versteht sich ausdrücklich als wirkungsorientiertes Netzwerk.
Im Rahmen der Veranstaltung werden Ziele, Strategien, Inhalte und Perspektiven des Netzwerks vorgestellt und gemeinsam diskutiert.

Nuri Falkenberg (Schüler); Dr. Peter Krilles (Oberstufenkoordinator), Käthe-Kollwitz-Gymnasium Berlin

Klausurenflut, Punktestress, Wissen auf KI-Knopfdruck – wo bleibt selbstwirksames Lernen in der Oberstufe? Der Workshop stellt das KI-Konzept „Own your power!“ des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums vor und zeigt aus Schüler- und Lehrerperspektive, wie Schüler*innen darauf aufbauend im Projektlernen wichtige Zukunftskompetenzen erwerben.

Nuri Falkenberg (Schüler); Dr. Peter Krilles (Oberstufenkoordinator), Käthe-Kollwitz-Gymnasium Berlin

Klausurenflut, Punktestress, Wissen auf KI-Knopfdruck – wo bleibt selbstwirksames Lernen in der Oberstufe? Der Workshop stellt das KI-Konzept „Own your power!“ des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums vor und zeigt aus Schüler- und Lehrerperspektive, wie Schüler*innen darauf aufbauend im Projektlernen wichtige Zukunftskompetenzen erwerben.

Julian Bitsch, Schulentwicklung; Kerstin Wenning, Oberstufenleitung; Evangelisches Montessori-Schulhaus Freiburg

In unserer Oberstufe wollen wir unsere Montessori-Pädagogik weiterleben lassen, indem die Schüler:innen selbstorganisiert und handlungsorientiert lernen. Der Spagat zwischen echtem Lernen und Prüfungsanforderungen gelingt im Rahmen des Seminarkurses als Besondere Lernleistung und Ersatz für die 5. mündliche Abitursprüfung besonders einfach. Auch das Einfließen der Interessen der Schüler:innen und ein Engagement über die Schule hinaus wird durch das Lernformat FREIDAY möglich. Die Schüler:innen arbeiten in Kleingruppen selbstgesteuert und gecoacht an den von Ihnen entwickelten Projekten im Bereich der 17 SDGs, schreiben dazu eine Hausarbeit und diskutieren den Impact und die Arbeitsweise kritisch in einem Kolloquium. Ein Modell, dass für zukunftsorientierte Schulen einfach zu kopieren und anzuwenden ist. Die Schulkultur, die dieses Lernformat widerspiegelt, findet sich bei uns auch in weiteren Organisationsmerkmalen unserer Oberstufe, wie dem Kaleidoskop oder der Freiarbeit-Input-Struktur.