Innovationskongress Oberstufe 2026:

Kollaps oder Kurswechsel? Schule im Stresstest

Freitag, 18. bis Samstag, 19. September in Berlin

Mit mehr als 300 Teilnehmenden war der Innovationskongress Oberstufe 2024 schon mehr als zwei Monate vor Beginn restlos ausverkauft.
Nun haben wir Platz für 450 Teilnehmende geschaffen und laden herzlich ein zum Innovationskongress 2026.

Ab sofort kann man sich eintragen, wenn man gerne einen Praxisimpuls anbieten will. Die Anmeldung zum Kongress ist ab März 2026 möglich.

Call for Participation

Sie möchten auf dem Kongress am Freitag Nachmittag einen Praxisimpuls vorstellen und zur Diskussion beitragen? Sie haben eine innovative Idee, ein spannendes Projekt oder eine Praxis aus Ihrer Schule, die Sie auf dem Kongress vorstellen möchten? Egal, ob als kurzer Input, als Workshop, als offene Diskussionsrunde oder Projektpräsentation – wir freuen uns auf Ihren Beitrag!

Unser Programm

Freitag 18. September 2026

10:00-12:45 Uhr Plenum in der Parochialkirche, Klosterstraße 67, 10179 Berlin

14:00-18:00 Praxisimpulse an der Evangelischen Schule Berlin-Zentrum, Wallstr. 32 (ESBZ)

18:00-20:00 Abend der Begegnung an der ESBZ

Samstag 19. September

9:00- 10:00 Plenum Innovationsimpulse in der Parochialkirche

10:20 Uhr – 13:15 Uhr Impulse, Beratschlagung, Transfer und Abschlusspodium an der ESBZ

Freitag, 18.09. 10 Uhr Parochialkirche


Prof. Dr. Doris Wessels, Kiel

Co-Teaching mit KI: Kurswechsel im Klassenzimmer“


Prof. Dr. Ferdinand Stebner

Auf dem Weg zum selbstgesteuerten Lernen in der Oberstufe

Wie könnte eine zukunftsfähige Lernkultur konkret aussehen?


Reflexion und Einordnung mit Prof. Dr. Anne Sliwka, Heidelberg

12:45 Uhr Spaziergang zur Evangelischen Schule Berlin Zentrum


Freitag, 18.09. 14 Uhr Evangelische Schule Berlin-Zentrum


14:30 Uhr Praxisimpulse 1


16:15 Uhr Praxisimpulse 2

Call for Participation

Sie möchten auf dem Kongress am Freitag Nachmittag einen Praxisimpuls vorstellen und zur Diskussion beitragen? Sie haben eine innovative Idee, ein spannendes Projekt oder eine Praxis aus Ihrer Schule, die Sie auf dem Kongress vorstellen möchten? Egal, ob als kurzer Input, als Workshop, als offene Diskussionsrunde oder Projektpräsentation – wir freuen uns auf Ihren Beitrag!


 18:00-20:00 Abend der Begegnung an der ESBZ

Samstag, 19.09. 9 Uhr Parochialkirche


Prof. Dr. Sebastian Kurtenbach 

Kindheit und Jugend in der alternden Gesellschaft.

Probleme und Möglichkeiten für Schulen

Samstag, 19.09. 10:15 Uhr Evangelische Schule Berlin-Zentrum

Beratschlagung und Transferarbeit

Wie setzen wir unsere Ideen, Inspiration und Erkenntnisse ins Handeln um? Was braucht es noch, was folgt als Nächstes? In zwei Kleingruppenphasen werden offene Fragen geklärt und nächste Schritte geplant.


12:30 Uhr Abschluss mit Podium mit Vertreter*innen der Bildungspolitik

Innovationsimpulse für Schule und Bildungsverwaltung

Resonanz und Ausblick mit Prof. Dr. Anne Sliwka


13:15 Uhr Ende


Workshops Phase 2 vom Innovationskongress 2024 als Ideensammlung für den Innovationskongress 2026

Mit * versehene Workshopthemen haben eine Präsentation zum Download

Katholisches Freies Bildungszentrum St. Kilian Heilbronn OStD, Marc, Hennen, Schulleiter

AbiFuture ist ein Konzept der vertieften Berufsorientierung und der Begabtenförderung ab Klasse 8 am Katholischen Freien Bildungszentrum St. Kilian Heilbronn. Im Zentrum stehen eine theoretische und eine praktische Vorqualifizierung zu einem Ausbildungsberuf parallel zur Schulzeit. Eine berufliche Weiterqualifizierung in Richtung Meister, Techniker oder Studium ist im Konzept bereits angelegt und erwünscht.

Michaele Geweke, Ramona Lau, Oberstufen-Kolleg Bielefeld

Der Alltag zeigt: Die Ausbildungsbiografie von Schüler:innen ist häufig von Brüchen gekennzeichnet. Besonders junge Erwachsene, die die gymnasiale Oberstufe besuchen, sind neben schulischen verstärkt auch anderen Herausforderungen ausgesetzt: Zum Beispiel pflegen sie Angehörige, sind selber erkrankt, ergänzend zur Ausbildung als junge Unternehmer:innen tätig, sie sind Leistungssportler:innen, bereits Eltern oder studieren parallel an der Musikhochschule. Dennoch möchten und sollen sie ihre Ausbildung mit dem Abitur abschließen. Anhand ausgewählter Bildungsbiografien wird in dieser Kleingruppenarbeit diskutiert, welche Möglichkeiten Schüler:innen mit besonderen Bedürfnissen für die Gestaltung ihrer Schullaufbahn unter den bestehenden Rechtsvorschriften eröffnet werden können. Erfasst wird zudem, welche Änderungen notwendig sind, um dem Potential der Schüler:innen unter Berücksichtigung der individuellen Lernausgangslagen tatsächlich gerecht werden zu können.

Claudia Schweizer-Motte (Schulleiterin), Nicole Napiwotzki (stellver. Schulleiterin) ; Thomas Wegner (Koordination Schulentwicklung)
Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium, Wuppertal

Insgeheim warten wir alle auf einen Paradigmenwechsel in der Bildung. Längst ist bekannt, dass der Klimawandel und der Schwund der Biodiversität, der Kampf gegen Menschenrechtsverletzungen und für eine gelingende Demokratie, für den Frieden und gegen Armut und Hunger so ungeheuer große und global angelegte Aufgaben sind, dass wir sie nur zu gern in die nachfolgende Generation weiterschieben. Oft nur deswegen, weil nicht klar ist, wo angefangen werden kann. Vor zwei Jahren haben wir (Schulleitung und eine Lehrergruppe) beschlossen, dass es so nicht weitergehen kann, wir wollen nicht mehr auf die Veränderung “von oben” warten, wir wollen mit der dringend notwendigen Transformation hin zu einer ökonomisch, gesellschaftlich und ökologisch nachhaltigen Entwicklung des Planeten Erde beginnen. Jetzt!

Wir brauchen eine neue Generation von Menschen, die in der Lage ist, die Kluft zwischen Wissen und Handeln zu überbrücken, die Partizipation lebt und eigene Gestaltungskompetenzen wahrnimmt, konkrete Vorhaben entwickelt und diese umsetzen will und kann. Mit dem FREIDAY glauben wir ein Format gefunden zu haben, mit dem der erste Schritt in unserer Schule gegangen werden kann. Seit zwei Jahren haben wir den FREIDAY in den Jahrgängen 7 und 8 etabliert.  Jetzt ist Weiterdenken angesagt! Ab dem Schuljahr 2026/27 soll FREIDAY 2.0 auch die Oberstufe erreichen. Zusammen wollen wir länderübergreifend in die Zukunft schauen, Ideen entwicklen und Spielräume suchen, wie uns das gelingen kann.

StD Peter Günsoy, Koordinator für schulfachliche Aufgaben; StD Michael Jäde, Oberstufenleiter, Küstengymnasium Neustadt

Folien zum Vortrag hier 

Vermittelt werden soll, wie im Rahmen des Profilseminars (in Schleswig-Holstein) Projektunterricht im Sinne von „Deeper Learning“ über ein Schuljahr gestaltet werden kann. Zentral wird die Frage sein, wie die Schülerinnen und Schüler dazu angeleitet werden können, in einem hohen Grad von Selbstverantwortung nachhaltige Projekte durchzuführen. Wichtige Bausteine sind z.B. „Design Thinking“, „Service Learning“, „Voice & Choice“ oder die „SOLO-Taxonomie“, deren Einsatzmöglichkeiten wir gerne vorstellen und unsere Erfahrungen aus den letzten beiden Schuljahren teilen.

Johannes Baumann, Schulberater Wilhemsdorf

Folien zum Vortrag hier 

Im Workshop wird ein hochschulpropädeutisches Unterrichtskonzept für die (insbesondere) gesellschaftswissenschaftlichen Leistungsfächer der Kursstufe vorgestellt. Durch die Kombination von Phasen im Vorlesungsstil mit der Auseinandersetzung mit zugespitzten Thesen gelangt man zu einer Diskussionskultur, die auch auf den Verlauf einer Unterrichtseinheit – entsprechend den Bedürfnissen der Schüler*innen – Einfluss hat. Das wertet auch die Schüler*innen (Voice and Choice) auf.

Christine Prühs, Jenaplanschule Rostock

Folien zum Vortrag hier 

Der Workshop stellt das jahrgangsstufenübergreifende Unterrichten in der Oberstufe an der Jenaplanschule Rostock vor. Aufbauend auf dem Gesamtkonzept der Schule werden die Grundidee und die ersten Schitte der fachlichen Umsetzung am Beispiel der Mathematik und der Physik dargestellt und näher betrachtet. Gemeinsam betrachten wir Gelingensvoraussetzungen, Möglichkeiten der schrittweisen Implementierung, Herausforderungen und Chancen auf dem Weg zum jahrgangsstufenübergreifenden Arbeiten in der Sekundarstufe II.

Rebekka Rinecker; Marco Riedel ESBZ

Im Rahmen der einwöchigen Lernexpedition, die ein bis zwei Mal jährlich stattfindet, planen die Schüler*innen eigenständig und selbstorganisiert, was sie mit wem, wie und wo lernen möchten.
In der Lernexpedition passt sich das Lernen den Schüler*innen und nicht die Schüler*innen dem Lernen an. Gecoacht von ihren Lehrer*innen finden die Schüler*innen ein Thema, in das sie eintauchen möchten und für das sie sich im Vorfeld bewerben müssen.
In unserem Workshop stellen wir Best- Practice- Beispiele vor und simulieren die Planung, Durchführung und Präsentation einer entsprechenden Woche. Darüber hinaus wollen wir gemeinsam auch die Chancen und Herausforderungen einer solchen Woche diskutieren.

Arevik Khachikyan, digitale Schulentwicklung und Product Owner,
Kerstin Heinkele, Koordinatorin für selbstgesteuertes Lernen und Projektlernen in der Oberstufe, lernlog gGmbH in Bonn und Gesamtschule Gescher

Folien zum Vortrag hier 

Wie gelingt es, die Selbstorganisation von Lernenden mit digitalen Tools zu fördern? Wie können Lehrkräfte Lernprozesse planen, Lernverläufe visualisieren und individuelles Feedback gewährleisten? Ohne größeren Mehraufwand, sondern mit effizientem Zeiteinsatz, der den Bedürfnissen jedes und jeder Lernenden entspricht.

Mit lernlog steht eine Web-App zur Verfügung, die das selbstorganisierte Lernen konsequent in den Mittelpunkt stellt. Initiiert von der Montag Stiftung von Jugend und Gesellschaft entwickelten rund 20 Schulen sowie Vertreter*innen aus Wissenschaft, Verwaltung, Stiftung und Jugendlichen dieses Tool in den letzten 3 Jahren in einem agilen und partizipativen Prozess.

Arevik Khachikyan vom Team lernlog stellt gemeinsam mit Kerstin Heinkele aus der Gesamtschule Gescher die Funktionen von lernlog am Beispiel der gymnasialen Oberstufe vor, inklusive der neuesten Anwendungen und Funktionen, wie z.B. das projektorientierte Lernen.

 Martin Glischke, Oberstufenleiter und Carolin Treier, Schulleiterin. Evangelische Schule Berlin Zentrum (ESBZ)

Die Oberstufe an der ESBZ startete relativ klassisch – mit Ausnahme des Projektes “Alle ins Ausland”. Mit unserer Initiative Neue Oberstufe wurden in den letzten Jahren viele neue Lernformate entwickelt, erprobt und umgesetzt. In diesem Workshop geben wir einerseits einen Überblick über unsere Oberstufe und die unterschiedlichen Lernfomate, andererseits schauen wir auf förderliche und herausfordernde Erfahrungen in der Vergangenheit und im Hier und Jetzt. Darüber hinaus machen wir Mut, welche Umsetzungen auch ohne Sondergenehmigungen des Berliner Senats möglich gewesen wären oder welche Wege wir gefunden haben.

Björn Nölte, Institut für zeitgemäße Prüfungskultur

Lernende erleben den Umgang mit Leistung in der Schule noch immer sehr stark als fremdbestimmt und auf Einzelleistung fokussiert. Rückmeldungen dienen in Form von Korrekturen vor allem zur Legitimation von Noten. Wie kann es gelingen, Leistung auch eigenverantwortlich und kollaborativ zu entfalten und Rückmeldungen lernförderlich und prozessorientiert einzusetzen? Und welche Rolle spielen das Digitale und KI dabei? Dieser Workshop arbeitet mit Praxisbeispielen und möchte umsetzbare Ansätze für einen neuen Umgang mit Leistung aufzeigen.

Wolfram-Gagel, Dana, Schulleiterin + Julia Königs, Lehrerin, Otto-Nagel-Gymnasium

Der Einsatz von digitalen Endgeräten im Abitur ist bereits heute gelebte Realität. Wie das geht, erfahren Sie hier.

Dorthe Wolter, Pulsarkoordinatorin; Uta Heinrich, Pulsarkoordinatorin  _ESBZ

Jahrgangübergreifendes und fächerverknüpfendes Lernen mit Anbindung an den RLP in der Oberstufe geht nicht? Doch.
Im Rahmen der Pulsarwoche haben unsere Schüler*innen Gelegenheit, aus einem vielfältigen Workshopangebot zu wählen, einen eigenen Fächerschwerpunkt zu setzen und einer selbst entwickelten Forschungsfrage nachzugehen.
Diese Form von Projektwoche lebt von ihrer vertieften Auseinandersetzung mit Herzensthemen, sowohl auf Seite der Schüler*innen als auch auf Seite der Lehrer*innen. Wie das erfolgreich gelingt, welche Herausforderungen in Planung, Durchführung und Nachbereitung der Woche bestehen und wie diese gemeistert werden können, ist Thema dieses Workshops.

Martin Grieben, Leitung Fachbereich I Carl-von-Weinbergschule Frankfurt

Der Workshop stellt das SegeL-Konzept vor, das an der Carl-von-Weinberg-Schule implementiert wurde. SegeLn steht für “Selbstgesteuertes Lernen” und bildet seit Sommer 2020 einen festen Bestandteil der Unterrichtszeit.

Inspiriert von der Dalton-Pädagogik bieten SegeL-Stunden flexible Lernzeiten, die individuell gestaltet und genutzt werden können. Unser Hauptziel ist die Förderung von Motivation, Interesse und Selbstwirksamkeit durch die Schaffung vielfältiger Lernmöglichkeiten.

Im Rahmen dieses Workshops wird das SegeL-Konzept detailliert vorgestellt. Wir nehmen uns Zeit, um Voraussetzungen, Vorbereitung und erfolgreiche Einführung zu beleuchten. Zudem werden potenzielle Herausforderungen diskutiert.

Ein wichtiger Aspekt des Workshops ist auch der Austausch über die Anpassung des Konzepts an andere Schulen. Innerhalb der schulrechtlichen Rahmenbedingungen gibt es zahlreiche Möglichkeiten, herkömmlichen Unterricht zu bereichern und zu erweitern.

Wir freuen uns auf regen Austausch und die gemeinsame Diskussion darüber, wie selbstgesteuertes Lernen auch in anderen Bildungseinrichtungen erfolgreich umgesetzt werden kann.

Anja Lehmann, OStD’ Leibniz-Montessori-Gymnasium Düsseldorf, Initiative Flexible Oberstufe und Elke Bienzeisler, Refik-Veseli-Schule Berlin

Verschiedene Ideen zur Flexibilisierung innerhalb des Systems werden vorgestellt, ohne dass gleich die gesamte Schule neu entwickelt werden muss. Insbesondere das Format der Vertiefungskurse in NRW wird ausgeleuchtet, aber auch Möglichkeiten der Parallelisierung von Kursen sowie besonderen Studientagen. Gemeinsam mit den Teilnehmenden sollen weitere Möglichkeiten erarbeitet werden, um Zeit für flexibleres Arbeiten zu schaffen.